Das Letzte 02
Woche 2 ist geschafft. Donald Trump hat vor kurzem an einem einzigen Abend Spenden in Höhe von 50 Millionen Dollar gesammelt und wir haben einen neuen Rekord für den frühsten heißen Tag im Jahr aufgestellt. Es kann nur besser werden
Hitzerekorde und Spendenrekorde
Woche 2 ist geschafft. Donald Trump hat vor kurzem an einem einzigen Abend Spenden in Höhe von 50 Millionen Dollar gesammelt und wir haben einen neuen Rekord für den frühsten heißen Tag im Jahr aufgestellt. Mein Laptop ist abgeraucht und ich kann grad nicht auf meine Passwörter zum Einrichten der Subscriber-Funktion zugreifen. Sie sind aber nicht weg, sondern grad eben nicht so ganz vorhanden. Ein wenig wie die Klimaschutz-Ambitionen der Grünen. Es herrschen also rosige Aussichten für das, was noch kommt, die nächste Woche kann nur besser werden.
1.
Ich habe diese Woche endlich wieder angefangen ordentlich zu laufen. Das erzähle ich aber nicht um meine persönlichen Leistungen zur Schau zu tragen, sondern weil es für mich für etwas mehr steht als nur Schwitzen und stinkende Socken. Obwohl ich oft keine Lust habe oder irgendwas weh tut beweise ich mir damit selbst immer wieder, dass ich eben doch Ziele erreichen und diszipliniert verfolgen kann. Der Sport hilft mir nachts besser zu schlafen und mich tagsüber besser zu konzentrieren. Für mich zwei große Baustellen. Wenn ich davon jetzt also erzähle, dann, weil ich glaube, dass wir alle Ziele brauchen, die wir erreichen, weil wir sie uns selbst gesetzt haben und Momente, die nur für uns selbst relevant sind. Wie das aussehen kann, hat Casey Neistat vor kurzem hier gezeigt:
2.
Ich habe diese Woche oft über Solarpunk gesprochen. Es ist die Idee einer Welt in der Technologie in Symbiose mit der Natur genutzt wird. Eine optimistische Sichtweise, welche die Ideen der Science-Fiction-, Umwelt-, Open Source- und Nachhaltigkeitsbewegung miteinander verknüpft. Eine Art Utopie welche, mit gezielter Anpassung an und Bewältigung von Umwelt- und Klimaproblemen, realistisch zu erreichen ist. Für mich persönlich stellt es seit langem das erste Mal eine Vision dar, mit der ich mich identifizieren kann. Ich glaube von diesen Ideen meinen Eltern erzählen zu können und könnte sie überzeugen, dass diese Welt ein valides Ziel darstellt. Über all dem, steht die Perspektive des Klimaoptimismus. Jenseits von kapitalistischen Grundstrukturen und baut diese Zukunft auf grüne Städte, nachhaltigeres Wirtschaften, ausgeglichene Nutzung von Ressourcen und gezielten Einsatz von Technologie auf.
3.
Letzte Woche Sonntag wurde in der NY Times Opinion ein Text veröffentlicht, der sich aus meiner Sicht eher liest wie ein Distrack aber mit dem Schreibstil eines SZ-Streiflichts und den Fakten eines gut recherchierten Twitter threads. Trump inszeniert sich aktuell, auf eine Art und Weise, die so unglaublich entkoppelt von der Realität ist, dass sie fast schon wieder geplant sein muss. Doch das Prinzip scheint weniger die Planung als das systematische Chaos zu sein. Maureen Dowd legt in ihrem Text pointiert und fundiert dar, wie sie zu einer Analyse kommt, die es schafft, Trump besser als andere bis jetzt gelesene in seiner Gänze zu erfassen: „If there’s one thing Trump knows how to do, it’s exploit the Chaos he creates“. Ich kann es allen die amerikanische Politik interessiert sind, und noch mehr all jenen die es nicht sind, nur empfehlen mal reinzulesen. Es ist wirklich wirklich wirklich gut. Ich habe Chris nh halbe Stunde genervt und den Text immer wieder vorgelesen. – Und er hat zugehört, soweit ich das zumindest erkennen konnte. Wie auch immer, große Empfehlung.

4.
Zu guter letzt noch eine Filmempfehlung. Noch habe ich „How to blow up a Pipeline” nicht geschaut. Deswegen fürs erste hier nur „Das Fest des Huhns“. Die österreichische Mockumentary ist mittlerweile mehr als 30 Jahre (1992) alt aber mindestens genau so relevant wie damals. Der Film dreht die ethnologische Brille, mit der die durchschnittliche westliche Dokumentation an Afrika herangeht und betrachtet Oberösterreich und seine „Ureinwohner“ durch den Blick eines fiktiven afrikanischen Ethnologen. Obwohl die Idee vielleicht rückblickend schon etwas abgedroschen ist, regte sie und ihre Umsetzung mich zum Denken an. Abgesehen davon, ist es oft auch einfach lustig. Ich habe den Film letzte Woche nochmal geschaut und es lohnt sich. Große Empfehlung also, für alle die versuchen ihr Gewissen aufzubessern und dabei trotzdem noch Spaß haben wollen.
Das Letzte war diese Woche viel länger und viel ernster. Die entsprechende Woche aber auch. Nächstes Mal dann pointierter und humorvoller. Versprochen.
Fürs erste schaffe ich es ungefähr mich an meine Veröffentlichungsroutine zu halten. Ein gutes Omen also.
Na wenigstens etwas.