Das Letzte 01

Die letzten Züge für den ersten Artikel stehen gerade an er ist Anfang nächster Woche fertig, versprochen. Dafür dann aber mit dick Quellen, auch versprochen. Bis dahin. Das Letzte 01

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Das Letzte 01
Photo by Robert Bahn / Unsplash

Hähne sind die besten Wahrsager und Orville die beste Serie

Die letzten Züge für den ersten Artikel stehen gerade an. Er ist Anfang nächster Woche fertig - versprochen. Dafür dann aber mit dick Quellen - auch versprochen.

Ich habe mir vorgenommen in Zukunft zusammen mit Lara einmal pro Woche einen Artikel und eine Art Wochenrückblick für mich selbst zu veröffentlichen. Alles darüber hinaus ist Zufall oder Unfall. Was Lara macht, ist im Übrigen ihre Sache, aber wenn wir Glück haben, kommt vielleicht auch was a là „nachts um eins fühl ich mich intellektuell und ich teile mich ungefragt mit“ dabei herum. Dieser Text jedenfalls wird sowas. Bevor ich mich nun also zurück zum nächsten (ersten) Artikel begebe, damit Lara ihn endlich korrigieren kann, anbei mein erster Wochenrückblick.

1.

Ich war vor kurzem bei Hagen Rether. Dessen Programm ist im Gegensatz zum Fernsehmitschnitt (45 min) drei Stunden lang - was ich bisschen arg fand, mir aber Zeit zum Nachdenken gab.      
Ich habe einen großen Teil meiner politischen Grundausbildung aus dem Kabarett, was bedeutet, dass ich quasi schon im Kreissaal Volker Pispers gehört habe. Der hat in seinem Programm 2016 festgestellt, dass er ja eigentlich schon immer das Gleiche anmerkt. Das Gleiche kritisiert. Und sich dann für immer von der Bühne verabschiedet. Und Hagen Rether hat genau das Gleiche getan. Auch das Gleiche angemerkt. Auch das Gleiche kritisiert. Und festgestellt, dass das alles schon länger klar war aber jetzt alle heulen. Nur aufgehört hat der noch nicht. Chapeau. Wer in seinem Programm sitzt wird also feststellen:

Wenn der Hahn kräht auf dem Mist, ändert sich das Wetter, oder es bleibt, wie es ist…

Programm war trotzdem gut, große Empfehlung! Randgedanke meinerseits. Vielleicht hilft Reden doch nicht, vielleicht brauchts doch die Revolution. Dazu dann aber mehr in meiner Review zu „How to blow up a Pipeline“.

2.

Außerdem habe ich diese Woche mich für ungefähr drei Millionen neue Newsletter angemeldet. Ich habe ein neues System für mich eingeführt. In der Erwartung, dass ich meine BA abschließe, wird die Mail-Adresse der Uni mein Newsletter-Postfach und was mich über die Zeit hinweg stört, wird rausgeschmissen. Ich versuche mir jetzt sowas wie ein Nachrichten-Postfach aufzubauen. Persönliche Empfehlungen meinerseits:

International Intrigue Logo
International Intrigue
Chris Cillizza's Substack Logo
Chris Cillizza

Insbesondere Chris Cillizza ist glaube für alle, die sich für nur am Rande für amerikanische Politik interessieren, ein guter Weg einen Überblick über den Wahlkampf und die Geschehnisse in Amerika zu behalten. Seine Newsletter sind für mich ein wenig Vorbild. Wie auch immer. Große Follow-Empfehlung.    
Ich bin aber offen für anderes, auch ganz anderes, also Empfehlungen gerne an mich. (Insbesondere, da alle die den Bums hier lesen mich nächste Woche in der Uni sehen werden).

3.

Ich habe diese Woche wieder angefangen „The Orville“ zu schauen. Die Serie von Family Guy-Erfinder Seth MacFarlane ist eine Art Star Trek-Parodie. Außerdem ist sie, und damit werde ich mir eine Menge Feinde machen, meine persönliche Präferenz. Viel mehr als die paar Episoden Star Trek die ich gesehen habe, bringt mich die Serie immer wieder zum Nachdenken. Ohne irgendwelche genialen sprachlichen Bilder, großen Metaphern oder Bildern, die uns auf verkünstelte Art und Weise etwas durch drei Blumen sagen wollen. Sie wagt es unkompliziert die Rollen zu vertauschen und zwingt mich dazu über meine eigene Rolle im Leben zu reflektieren. Wie begegne ich Menschen im Alltag, wie sollten wir als Gruppe anderen Gruppen begegnen und warum sind Nachsicht und Vertrauen eine Stärke. Ich weiß auch so, wie wichtig diese Fragen sind, aber die Serie schafft es, dass ich darüber nachdenke, ohne hart mit mir oder anderen zu sein. Ich glaube das ist wichtig. Abgesehen davon mag ich den platten Humor zwischendurch. Ich glaube ich brauche das manchmal. Die Gewissheit, dass alles gut wird, ohne direkt vorm Traumschiff für dumm verkauft zu werden. Und auch, dass die Dinge etwas komplizierter sind, aber das eben auch genau so richtig ist.

4.

Kurzer Abschlussgedanke, nachdem die DIN A4 Seite eigentlich schon voll ist aber mir dieses Beispiel ehrlich Energie und Hoffnung gab:         
Die Faröer Inseln haben vor einiger Zeit das größte Infrastrukturprojekt ihres Landes fertig gestellt. Ein riesiges Tunnelsystem, damit man auch bei Sturm pünktlich zum Sonntagsbraten bei der Mutter sein kann und nicht warten muss bis die Fähren wieder fahren.

Inspirierend.

Wirklich inspirierend sind vor allem aber die Dimensionen, das Investment, die Geschichte und wie das Land es schafft mit moderner Infrastruktur als Gesellschaft miteinander zu planen. Inspirierend ist, dass sie all das machen, obwohl sie am Arsch der Welt zwischen Island und Shetland wohnen. Shetland! Und Island! Ich find’s kuhl.

So fertig. Ich muss jetzt noch den Artikel fertig machen. Auch wenn das jetzt nicht nur Qualitätscontent war, ist dieser Post immerhin noch quasi am Wochenende veröffentlicht worden. Nur Content-Maschinen bei ANGEEUMELT. Ich hab auch gehört, dass da in der IT-Abteilung die Köpfe rauchen und bald die richtige Domain läuft und man sich anmelden kann.

Und der nächste Artikel ist auch schon in der Pipeline, dann unter der Führung von Lara. Knaller! Ich hab nh gutes Gefühl.

Ein Ziel für diese Woche ist also erfüllt. Ein Artikel auf ANGEEUMELT. Na wenigstens Etwas!

Frohe Ostern! Skr skr

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